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März 2008
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Archive für 26.3.2008

Datenbanklimit beim Exchange Server 2003 Standard auf 75 GB erhöhen (SP2)

Microsoft liefert seinen Exchange Server in einer Standard und einer Enterprise Edition aus, was sich vor allem preislich bemerkbar macht. Einer der markanten Unterschiede, neben dem, dass lediglich eine Postfachspeicher-Datenbank angelegt werden kann, ist der, dass der Postfachspeicher keine beliebige Größe – begrenzt bei theoretischen 8 TByte – annehmen kann, sondern dass die Standard Edition eine maximale Datenbankgröße von 16 GB erlaubt. Diese Grenze gibt es bereits seit Erscheinen der ersten Exchange Server Version 4.0 vor ziemlich genau 12 Jahren und ist hart codiert. Wird die Grenze erreicht, protokolliert der Exchange Server das Ereignis mit der ID 1112 und beendet danach mit dem Event 445 den Informationsspeicher.

Da das E-Mailaufkommen mittlerweile sprunghaft gestiegen ist, trägt seit über einem Jahr auch der Hersteller Microsoft dieser Tatsache Rechnung und erlaubt mit dem Update auf Exchange Server 2003 Service Pack 2 eine maximale Datenbankgröße von 75 GB.

Man ist versucht zu glauben, dass lediglich das Update auf den aktuellen Service Pack #2 die Grenze verschiebt, allerdings erlaubt auch ein Exchange 2003 Server Standard Edition nur maximal 18 GByte. Tatsächlich jedoch muss also der Administrator über die lokale Registrierung in das bestehende System eingreifen um die Grenze auf 75 GB anzuheben. Nachfolgend die Schritte, die am Exchange Server vorgenommen werden müssen um in den „Genuss“ der 75 GB Grenze zu kommen.   Die notwendigen Einstellung sind unterhalb eines Registrierungsschlüssels vorzunehmen, der auf jedem System anders lautet, da es sich um die GUID (Global User ID) des Postfachspeichers Ihres Exchange Servers handelt. Diesen Wert finden Sie im Attribut objectGUID des Postfachspeicherobjektes im Active Directory. Nachfolgend ein Beispiel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS
\YADC01\Private-d9d5700f-cbcc-4600-9916-5af39cd73db2 

A. Datenbanklimit definieren

Der folgende Registrierungsschlüssel definiert das DB Limit (Dezimalwert): 

Datentyp       REG_DWORD
Name:            Database Size Limit in GB
Wert:              1 – 75
Default:         18
 

Erstellen Sie hierzu einen neuen Wert vom Typ DWORD mit dem oben angegebenen Namen. Weisen Sie die für Ihren Server passende Datenbankgröße zu und restarten Sie anschließend den Informationsspeicher. 

B. Warngrenze definieren

Exchange 2003 protokolliert ab Service Pack 2 eine Warnung, wenn nur noch ein bestimmter Anteil in der Datenbank bezogen auf das Limit frei ist. Konfigurieren Sie diesen Wert nach Ihren Anforderungen. 

Datentyp       REG_DWORD
Name:            Database Size Buffer in Percentage
Wert:              1 – 100                                
Default:         10

C. Wann wird geprüft?

Mit nachfolgendem Wert können Sie definieren, wann die Überprüfung der Datenbankgröße vom System vorgenommen wird.

Datentyp       REG_DWORD
Name:            Database Size Check Start Time in Hours from Midnight
Wert:              1 – 24                        
Default:         5
 

Hinweise:

  • Sollte in Zukunft eine Serverwiederherstellung Setup-Option /disasterrecovery notwendig werden, so ist der entsprechende Key vor dem ersten Start der Datenbank erneut zu setzen.
  • Exchange ermittelt die Datenbankgröße im Rahmen des normalen Maintenance-Zyklus, alle 24 Stunden um 05:00 Uhr. Die Uhrzeit kann bei Bedarf ebenso konfiguriert werden.
  • Bei der Berechnung der Datenbankgröße wird der “freie” Speicherplatz in der Exchange Datenbank nicht mehr mit einbezogen, somit wird auch ein Offline-Defrag, wie vielfach für frühere Versionen empfohlen, die Datenbankgröße nicht mehr reduzieren
  • Das Database Size Limit kann im Übrigen auch in der Enterprise Edition konfiguriert werden, um beispielsweise ein unkontrolliertes Anwachsen der Datenbanken zu verhindern, beispielsweise auch um den Verbrauch des „kostspieligen“ SAN-Platzes zu  einzudämmen.

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