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20.7.2010 von dr-exchange.
SPAMfighter Exchange Module (SEM) ist ein benutzerfreundliches Anti-Spam-Produkt für Microsoft Exchange Server 2000, 2003, 2007 und 2010 in kleineren und mittelgroßen Unternehmen.
SEM wird von über 7 Millionen SPAMfightern aus 228 Ländern unterstützt. Wenn genügend SPAMfighter die gleiche Spammail melden, wird diese sofort bei allen SPAMfighter- und SEM-Benutzern aussortiert. Das bedeutet sofortigen Spamschutz ohne Konfiguration oder Wartung. PAMfighter Antispam Modul integriert sich perfekt im Microsoft Exchange Server, erlaubt eine einfache Installation/Verwaltung und benötigt keine extra Clientsoftware. Die Your-Admin hat SEM seit einiger Zeit mit sehr zufriedenstellendem Ergebnis im Einsatz.Der Hersteller stellt uns für unsere Blog-User noch folgende kostenfreie Lizenzen zur Verfügung. Die nächsten beiden Kontakte erhalten folgende Lizenzen:
Sollten Sie an einer kostenlosen Lizenz interessiert sein, eine Mail an info(at)your-admin.com genügt. Weitere Information zum SPAMfighter: http://www.spamfighter.com/Lang_DE/Product_SEM.asp
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14.4.2010 von dr-exchange.
Microsoft hat im aktuellen Security Bulletin eine Reihe von Sicherheitspatches veröffentlicht:
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1.4.2010 von dr-exchange.
Im Zusammenhang mit mailbox-moves stellen sich eine Menge Fragen, insbesondere auch was die Nutzung der entsprechenden Tools der verschiedenen Exchange Versionen für diesen Zweck betrifft. Hier nun eine kleine Zusammenstellung - welche ich aus dem Blog (How Exchange Works) übernommen habe - der Punkte, die dabei zu beachten sind:
Exchange 2003 –> 2010
Exchange 2007 –> 2010
Exchange 2010 –> 2003
Exchange 2010 –> 2007
Ergo:
Man sollte stets die Tools aus Exchange 2010 verwenden, dann ist man auf der sicheren Seite!
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5.10.2009 von dr-exchange.
Die Hoffung, dass jeder Exchange Administrator seine Umgebung vorschriftsmäßig sichert, bleibt in aller Regel erfüllt. Zu wichtig sind die Daten der E-Mailpostfächer für ein Unternehmen. In diesem Workshop stellen wir uns aber mal eine andere Situation vor, nämlich dass zwar die Exchange Datenbanken sauber und erfolgreich gesichert worden sind, aber - aus welchen Gründen auch immer – die Situation eintritt, dass das Active Directory mit allen Benutzerkonten „verloren“ ging. Das kann nicht sein sagen Sie? Oh doch, auch das durfte ich in meiner langjährigen Tätigkeit tatsächlich schon mehrfach erleben, - leider.
Wie auch immer, dieser Beitrag zeigt auf, wie man aus einer Postfachdatenbank eines Exchange Server 2003 die zu den Postfächern gehörenden Benutzerkonten restaurieren kann, um nicht alle Konten von Hand neu anlegen zu müssen. Sicher wären die folgenden Schritte auch ein Weg für eine Umgebung mit wenigen Benutzern/Postfächern.
Gehen wir nun aber mal davon aus, dass wir die Benutzerkonten nicht alle kennen und uns die viele Handarbeit schenken wollen. Exchange 2003 speichert zu den Postfächern auch Daten über die zugeordneten Benutzerkonten aus dem AD. Diese Tatsache machen wir uns in diesem Workshop zu Nutze.
Microsoft Support bietet dazu ein Tool, welches bis Exchange 2000 auch auf der CD unter Support\Tools mitgeliefert wurde: Mbconn.exe. Leider wird das Tool nicht mehr mit Exchange 2003 ausgeliefert, obwohl es auch in dieser Version prima funktioniert. Sie können das Tool direkt downloaden:
ftp://ftp.microsoft.com/PSS/Tools/Exchange%20Support%20Tools/MBConn/
Der erste Schritt für die erfolgreiche Wiederherstellung der verwaisten Postfächer ist nun die Postfachdatenbank aus der Datensicherung zurück zu holen und an einem neuen Exchange Server bereit zu stellen.
Hinweis:
Eine Exchange Server Datenbank kann jederzeit an einem anderen Exchange Server bereit gestellt werden, sofern der Name der Organisation und der administrativen Gruppe identisch sind. Sollten Sie nicht oder nicht mehr wissen, wie die genaue Bezeichnung der Exchange Organisation und der entsprechenden administrativen Gruppe war, können Sie das mit dem nachfolgenden Befehl direkt aus der Datenbank extrahieren.
D:\Exchange\MDBData> find “/ou=” priv2.edb
Nun erhalten Sie eine lange Liste der LegacyExchangeDN, aus der Sie eindeutig den Org- und Admingroup-Namen erkennen können. (z.B.)
/o=YOUR-ADMIN/ou=Erste administrative Gruppe/cn=Recipients/cn=Hans.Meier
Mit diesen Angaben können wir nun problemlos im neuen Active Directory eine neue Exchange Organisation sowie Exchange Server installieren, die den Namen entsprechen, die für die zurück zu sichernde Postfach-Datenbank entscheidend sind. Abschließend zeigt ein Blick mit dem System Manager unter Postfachspeicher – Postfächer – alle Postfächer dieser Datenbank an, natürlich versehen mit dem „roten Kreuz“ für „abgehängtes“ Postfach. (Bild 1)

Diese Daten der abgehängten Benutzer in dem betreffenden Postfachspeicher machen wir uns nun mit Hilfe des Tools „Mbconn.exe“ zu Nutze. Dazu starten wir das Tool und verbinden uns im ersten Dialog mit dem betroffenen Exchange Server und einem erreichbaren Globalen Katalog. (Bild 2)
Im nächsten Schritt wird der betreffende Postfachspeicher ausgewählt: (Bild 3)
Das Tool listet nun alle abgehängten Postfächer dieses Stores auf (Bild 4).
Über den Menüpunkt ACTIONS – EXPORT USERS erstellen wir im nächsten Schritt eine LDF-Datei, mit dessen Hilfe wir die benötigten Benutzerkonten per LDIFDE im Active Directory anlegen lassen. Dabei muss zwingend eine OU des Active Directories als Ziel für die zu erzeugenden Benutzerkonten angegeben werden. (Bild 5)
Durck Klick auf die Schaltfläche „Generate“ wird im angegebenen Verzeichnis eine LDF-Datei erzeugt, deren Inhalt per Editor bei Bedarf auch noch nachbearbeitet werden kann.
dn: CN=Lindermeier\, Robert,OU=Benutzer,DC=Your-Admin,DC=intern
changetype: add
UserAccountControl: 66048
msExchUserAccountControl: 0
displayName: Lindermeier, Robert
objectclass: user
samAccountName: RLINDERMEIER
Die zuvor angelegte LDF-Datei wird nun als Vorlage für den Benutzerimport verwendet. Der nachfolgende Befehl erzeugt daraufhin in der angegebenen OU die benötigten Konten.
C:\Temp> ldifde -i -f c:\temp\Users-to-recreate.ldf
Hinweis:
Sollte folgender Fehler auftreten:
Fehler in Zeile 1: Ausführung verweigert
Serverseitiger Fehler: “1325″
Löschen Sie bei dem Benutzerkonto die Zeile UserAccountControl: xxxxx.
Der abschließende Schritt ist nun, die verwaisten Postfächer mit den neu erzeugten Benutzerkonten zu verbinden. Dazu kann das Tool Mbconn.exe verwendet werden. Im Tool Mailbox Reconnect klicken wir im Menü ACTIONS – PREVIEW ALL um für alle Postfächer das zugeordnete Konto zu finden. (Bild 6)
Alle Konten werden nun den Postfächern zugeordnet und im Active Directory wieder verbunden. Dazu wählen wir das Kommando ACTIONS – APPLY. (Bild 7)
Eine abschließende Meldung gibt Aufschluss über den Erfolg der Aktion. Natürlich könnte man auch die Postfächer über den Exchange System Manager einzeln zuordnen, aber das Tool macht die Angelegenheit natürlich einfacher, vor Allem lassen sich damit in einem Zug eine ganze Liste an Postfächern wieder verbinden.
Anmerkung:
Das Tool kann sowohl in Exchange 2000 als auch Exchange 2003 Umgebungen verwendet werden, jedoch nicht mehr unter 2007. Diesen Vorgang beschreibe ich in einem der folgenden Beiträge.
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6.8.2009 von dr-exchange.
Mit Microsoft Outlook können in der Erweiterten Suche mehrere Suchbegriffe eingegeben werden, die jedoch nur mit einem “OR” (logisches ‘ODER’) verknüpft werden. Dies führt oft nicht zum gewünschten Ergebnis, daher wäre eine AND-Verknüpfung durchaus sinnvoll.
Dies zu realisieren ist über einen Reg-Key möglich:
Hier erstellt man im Pfad HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\[Office-Version]\Outlook
den Schlüssel QueryBuilder.
Nun zeigt die Erweiterte Suche den Reiter Abfrage-Generator. Darin ist nun auch eine AND-verknüpfte Suche möglich.
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30.3.2009 von dr-exchange.
Wir alle kennen das Problem, wenn ein Exchange Server installiert wurde und nun die Testphase ansteht. Das MS Exchange-Team hat nun ein Tool dafür geschaffen, welches unter https://www.TestExchangeConnectivity.com verfügbar ist und folgende Optionen für Zugriffs- und Funktionstests bietet:
Hinweis:
- Benutzung wie immer auf eigene Gefahr
- Das Tool ist noch im Beta-Stadium
Aber äußerst hilfreich ![]()
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27.3.2009 von dr-exchange.
Die Suche nach dem Verbleib von gesendeten oder empfangenen Nachrichten ist eine der Haupttätigkeiten eines Exchange Administrators. Oftmals wird an den Support die Frage herangetragen, warum eine bestimmte Nachricht nicht eingegangen ist bzw. nicht an den Empfänger weitergeleitet worden ist. Hier muss nun auf die Suche gegangen werden um den Verbleib der Nachricht zweifelsfrei zu klären, und wenn auch nur um den Grund für eine Nichtübermittlung festzustellen und abzustellen.
Dem Exchange Admin stehen hierfür diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Zum Einen ist das der Exchange System Manager mit dem integrierten Nachrichten-Tracking-Modul, zum Anderen das ausführlichere Protokoll des SMPT-Servers. Per Default ist dieses jedoch nicht aktiviert und muss speziell angeschaltet werden. Der SMTP-Server unter Exchange Server 2003 – ganz im Gegensatz zum SMTP-Transportstack des Exchange Server 2007 – ist Teil des Windows Servers 2003 und wird im Zuge der Installation von Exchange Server 2003 unter dessen Kontrolle gestellt.
Es gibt Organisationen, die alleinstehende Windows Server 2003 mit eingerichtetem SMTP-Dienst als SMTP-Relay intern oder in der DMZ einsetzen, oftmals mit installiertem Spam- und/oder Antivirenschutz. Für diese Systeme gilt, dass auch darauf das SMTP-Logging zur Analyse des Nachrichtenverkehrs aktiviert werden kann. Allerdings befinden sich hier die Optionen unter dem IIS-Management. Selbstverständlich sei erwähnt, dass auch oftmals andere SMTP-Relays wie Postfix, sendmail, etc. im Einsatz sind. Auch darauf ist in der Regel ein ausführliches SMTP-Logging möglich.
Wie aber wird das SMPT-Logging unter 2003 aktiviert. Dazu beschränken wir uns in diesem Workshop auf den Betrieb eines SMTP-Dienstes unter Exchange Server 2003. Die Aktivierung wird über den Exchange System Manager durchgeführt. Öffnen wir unter ORGANISATION – SERVER – SERVERNAME – PROTOKOLLE – SMTP die Eigenschaften des betreffenden virtuellen SMTP-Servers.
Setzen wir nun das Häkchen neben Protokollierung aktivieren und wählen das Protokollformat „W3C-erweitert“. Dieses Format ermöglicht das Logging aller notwendigen Informationen, die wir später zur Analyse benötigen. Über die EIGENSCHAFTEN definieren wir nun explizit, welche Detailinformationen wir aufgezeichnet haben möchten, in diesem Fall wählen wir Alle.
Nicht zu vernachlässigen sind auch die Optionen Protokollzeitplan und das Verzeichnis des Logs. Sinnvollerweise übernehmen wir die Einstellung „Täglich“ und wählen ein Verzeichnis mit ausreichend Speicherplatz, da die Protokolle je nach Nachrichtenverkehr mehrere MBytes an Größe annehmen können. Über Erweitert wählen wir nun alle gewünschten Eigenschaften, die wir aufgezeichnet haben möchten. Nachdem wir alles bestätigt haben, restarten wir am Besten den gesamten SMTP-Dienst unter Windows um die Protokollierung zu aktivieren.
Nachdem die ersten Nachrichten durch den Server gegangen sind, finden wir im angegebenen Verzeichnis das aktuelle Protokoll und können dieses mit einem beliebigen Text-Editor analysieren. Hier nun ein Beispiel, das über einen gesamten SMTP-Vorgang Auskunft gibt.
2007-05-01 07:19:13 xxx.xxx.xxx.204 mail.domain.com SMTPSVC1 YAEX02 192.168.1.201 0 EHLO - +mail.domain.com 250 0 314 23 297 SMTP - - - -
2007-05-01 07:19:13 xxx.xxx.xxx..204 mail.domain.com SMTPSVC1 YAEX02 192.168.1.201 0 MAIL - +FROM:<mailings@domain.com> 250 0 45 32 0 SMTP - - -
2007-05-01 07:19:13 xxx.xxx.xxx..204 mail.domain.com SMTPSVC1 YAEX02 192.168.1.201 0 RCPT - +TO:<info@your-admin.com> 250 0 0 29 296 SMTP - - - -
2007-05-01 07:19:13 xxx.xxx.xxx..204 mail.domain.com SMTPSVC1 YAEX02 192.168.1.201 0 BDAT - +<4bb61e2469ed4498776856d0e23bc659@daa30085app019> 250 0 87 2545 78 SMTP - - - -
2007-05-01 07:19:14 xxx.xxx.xxx..204 mail.domain.com SMTPSVC1 YAEX02 192.168.1.201 0 QUIT - mail.domain.com 240 1610 68 4 0 SMTP - - - -
Man kann in obigem Auszug deutlich erkennen, dass jeder einzelne Schritt eines SMTP-Eingangs am Server YAEX02 aufgezeichnet worden ist.
Hierbei ist besonders zu beachten, dass Microsoft im Zuge einer globalen Einheitlichkeit der SMTP-Protokolle die Uhrzeit stets in der GMT-Zeit protokolliert, erst der System Manager „übersetzt“ diese normalerweise in die lokal gültige Zeit.
Sollten nun im Rahmen einer SMTP-Vorganges Fehler auftreten, so sind diese deutlich im Protokoll zu erkennen. Auch diverse Suchen in der Log-Datei bzw. Imports in Programme wie Excel zur weiteren Verarbeitung sind möglich. Wer das Logging an zentralen Verteilpunkten in der Exchange Organisation mit hohem bis sehr hohem SMTP-Aufkommen aktivieren möchte, dem steht auch frei das Logging per ODBC-Schnittstelle direkt in eine SQL-Datenbank zur späteren Auswertung zu ermöglichen. Wählen Sie hierzu lediglich das entsprechende Protokollformat.
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23.2.2009 von dr-exchange.
Der Exchange Server nutzt in allen Versionen sogenannte ESE (Extensible Storage Engine) Datenbanken um Informationen abzuspeichern. Der Aufbau und die Struktur der Exchange Datenbanken hat sich seit der ersten Version 4.0 nur unwesentlich verändert. Mit Einführung von Exchange Server 2000 hat Microsoft der eigentlichen Datenbank mit der Endung EDB einen zusätzlichen Speicher mit der Endung STM, der Streaming „Datenbank“ zur Seite gestellt. Allerdings hat man diese STM-Datenbank in der aktuellen Version Exchange 2007 wieder aufgegeben.
Die Grundtechnologie der Datenbank, die Daten in 4 KB-Blöcken innerhalb der Datenbank abzulegen, führt ähnlich einem Dateisystem unweigerlich im Laufe des Betriebs zu einer Defragmentierung. Je länger die Datenbank in Betrieb ist, desto größer ist also die Wahrscheinlichkeit, dass eigentlich inhaltlich zusammenhängende Datenblöcke nicht mehr optimal hintereinander abgelegt werden können bzw. abgelegt sind. Microsoft hat dieses Problem bereits von Beginn an adressiert und mit der Online-Defragmentierung im Maintenance-Fenster Abhilfe geschaffen (Wartungsintervall).
Allerdings ist eine Online-Defragmentierung eben nicht in der Lage die Datenbankgröße (Dateigröße) zu reduzieren, sondern optimiert lediglich die Anordnung der zusammenhängenden Blöcke innerhalb der Datenbank. Eine Exchange Datenbank kann im laufenden Betrieb solange der Datenträger es hergibt zwar jederzeit wachsen, jedoch ist eine Reduzierung der Dateigröße der Datenbank im laufenden Betrieb unmöglich. Löschen wir nun beispielsweise eine Reihe von Postfächern vollständig von unserem Exchange Server, so wird deren Speicherplatz zwar intern freigegeben, aber die Dateigröße muss „von Hand“ freigegeben werden.
Microsoft stellt hierfür das Tool ESEUTIL zur Verfügung, das bereits mit dem Exchange Server ausgeliefert wird. ESEUTIL stellt eine Reihe von Funktionen, wie Datenbankprüfungen und Datenbankreparatur-Mechanismen, bereit. Wir wollen uns in unserem Workshop lediglich auf die Offline-Defragmentierung konzentrieren.
ESEUTIL /d <database name> [options]
Die Offline-Defragmentierung setzt voraus, dass zumindest der betroffene Postfachspeicher oder Öffentliche Informationsspeicher nicht bereitgestellt ist. ESEUTIL liest die Datenbank aus und kopiert die Einträge in eine temporäre Datenbank. Abschließend wird die Originaldatenbank gelöscht und durch die temporäre Datenbank ersetzt. In der neuen Datenbank sind alle Einträge optimal geordnet und die Datei belegt auf dem Datenträger nur noch den letztlich notwendigen Speicherplatz. Wir müssen hier nun aber beachten, dass auf jeden Fall genügend freier Platz auf dem Datenträger für die temporäre Datenbank verfügbar sein muss. Daher auch die Empfehlung von uns Profis: „Halten Sie immer mindestens soviel Speicherplatz auf dem Datenträger frei, die der Größe der größten Exchange-Datenbank entspricht“. Ein Puffer sollte selbstverständlich noch eingerechnet werden, damit die Datenbank im Betrieb auch wachsen kann.
Wann ist denn nun eine Offline-Defragmentierung notwendig? Hier ist zum Einen das Beispiel mit der Löschung oder dem Verschieben von Postfächern zu nennen, zum Anderen sollte der Exchange Administrator auch die entsprechenden Hinweise von Exchange selbst beachten. Der Exchange Server meldet nach abgeschlossener Online-Defragmentierung über die Ereignisanzeige (Anwendung) mit der ID 1221 die Größe des freien Speicherbereiches. Damit entscheiden wir selbst, ob und wann der Einsatz von ESEUTIL notwendig wird.
ESEUTIL findet sich in Exchange 2000 und Exchange 2003 im Ordner “[Lw]:\ Exchsrvr/Bin”. Für den Aufruf direkt auf dem Datenträger der Datenbanken ist es sinnvoll, diesen Pfad in die Umgebungsvariable PATH aufzunehmen. Der Aufruf ESEUTIL zeigt die verschiedenen Optionen des Tools an. Um nun z.B. den Standard Privaten Informationsspeicher eines Exchange Servers zu defragmentieren starten wir ESEUTIL mit der Option /D sowie dem zugehörigen Dateinamen der Datenbank direkt aus dem Verzeichnis MDBDATA. Über die Optionen kann auch der direkte Pfad zur Datenbank oder ein anderen Ort für die temporäreren Dateien angegeben werden.
D:\exchsrvr\mdbdata>eseutil /d priv1.edb
Microsoft(R) Exchange Server Database Utilities
Version 6.5
Copyright (C) Microsoft Corporation. All Rights Reserved.
Folgende Fehlermeldung bedeutet, dass die Datenbank noch gemountet ist und daher die Bereitstellung zuvor aufgehoben werden muss.
Error: Access to source database ‘priv1.edb’ failed with Jet error -1032
Auch wenn beim Aufruf nur die Endung EDB angegeben wird, erzeugt das Tool während des Durchlaufes auch eine neue STM-Datei.
Initiating DEFRAGMENTATION mode…
Database: priv1.edb
Streaming File: priv1.STM
Temp. Database: TEMPDFRG6700.EDB
Temp. Streaming File: TEMPDFRG6700.STM
Defragmentation Status (% complete)
0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
|—-|—-|—-|—-|—-|—-|—-|—-|—-|—-|
………………………………………………………
Moving ‘TEMPDFRG6700.EDB’ to ‘ priv1.edb’… DONE!
Moving ‘TEMPDFRG6700.STM’ to ‘ priv1.stm’… DONE!
Note:
It is recommended that you immediately perform a full backup
of this database. If you restore a backup made before the
defragmentation, the database will be rolled back to the state
it was in at the time of that backup.
Operation completed successfully in 56.125 seconds.
Wie an diesem Beispiel erkennbar, werden wir permanent über den Fortschritt der Operation informiert. Zum Abschluss ersetzen die temporären Dateien die Originaldatenbank und anhand der Dateigrößen können wir den Erfolg messen.
Wo ist das Risiko? Sicherlich stellt sich jeder Administrator diese Frage. Allerdings ist das Risiko bei dieser Vorgehensweise äußerst gering, denn während der Defragmentierung auftretende Fehler führen nicht zum Datenverlust, da die Originaldatenbank bis zum Schluß verfügbar bleibt. Selbstverständlich sollte man stets zuvor eine vollständige Datensicherung durchgeführt haben. Die sprichwörtliche Angst vor solchen, tiefgreifenden Operationen kann dem Administrator natürlich nicht ganz genommen werden, aber wer wie ich bereits solche Aktion zu Hunderten durchgeführt hat, der darf von einer „sicheren“ Aktion sprechen.
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23.12.2008 von dr-exchange.
In letzter Zeit hatte ich vermehrt Anfragen, ob und wie man denn den Cached Mode von Outlook im laufenden Betrieb aktiveren kann. Ja, man kann. Dazu nutzt man am Einfachsten eine Gruppenrichtlinie.
Für diese Policy besorgt man sich am besten aus dem Office Ressource Kit für die jeweilige Outlook-Version die entsprechende Vorlagen-Daten, z.B. Outlk11.adm für Outlook 2003. Nachfolgend beschrieben sind die Einstellungen, die zur Aktivierung des Cached Modes - AUCH in aktiven Umgebungen - führen.
Geschrieben in Outlook-Client, Tipps & Tricks 2007, Tipps & Tricks 2003, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
23.12.2008 von dr-exchange.
Microsoft Outlook Web Access 2003 (OWA) ist eine mächtige und hilfreiche Schnittstelle für die Postfachdaten auf einem Exchange Server 2003, die ausgehend von einer korrekten Konfiguration der entsprechenden Server (z.B. Zugriff über einen speziellen, in der DMZ implementierten Front-End-Server) Zugriff von jedem Internet-PC auf diesem Globus bietet.
Eben diese Tatsache jedoch macht es unter Umständen sinnvoll bzw. gar notwendig, bestimmte Option von OWA über eine zentrale Konfiguration vorzugeben bzw. zu unterbinden. Hierzu stellt Microsoft mit dem Webverwaltungstool für Outlook Web Access (OWAADMIN) ein hilfreiches Tool bereit, welches >hier< heruntergeladen werden kann: . Ohne den OWAADMIN müssten die Einstellung direkt in der Registrierung des Exchange Servers vorgenommen werden.
Das Tool kann zwar auf einem Windows XP-Rechner ebenso installiert werden, wie auf einem Windows 2000 Server, sollte aber meines Erachtens am Besten auf einem der Exchange 2003 Back-End-Server installiert werden. Setzen Sie für OWA einen Front-End-Server ein, so installieren Sie das Tool NICHT auf dem Front-End-Server, da diese meist in die DMZ konfiguriert und daher WMI-Zugriffe auf die Back-End-Server nicht möglich sind – eine der Voraussetzungen für den korrekten Betrieb des Tools.
Zur Installation muss der Internet Information Server, ASP.Net und das .Net-Framework 1.1 korrekt und lauffähig installiert sein, wobei auf einem Back-End-Exchange Server eben diese Voraussetzungen gegeben sind. Wir laden die OWAAdmin.MSI über den angegebenen Link herunter und starten die Installation.
Der Installationsvorgang an sich ist mit wenigen Klicks erledigt. Das Setup hat nun im IIS unter der Standardwebseite ein Virtuelles Verzeichnis OWAADMIN erstellt, welches für die weitere Konfiguration gestartet werden kann.
Zu beachten ist jedoch, dass OWAADMIN nur über eine SSL-Verbindung benutzt werden kann, da nur hierüber die Authentifizierung und der Remotezugriff auf die Exchange-Server ermöglicht wird. Sollte der Back-End-Server, auf dem Sie OWAADMIN installieren, nicht bereits ein SSL-Zertifikat konfiguriert haben, erstellt das Setup des OWAADMIN automatisch ein Testzertifikat und konfiguriert dieses auch.
Starten wir nun die Konfigurationsoberfläche über https://<Servername>/owaadmin. Die Konfiguration der einzelnen Optionen erweist sich über die Oberfläche des OWAADMIN als relativ simpel, so dass wir in diesem Workshop nur auf die interessantesten Optionen eingehen werden.
Die wichtigste Option ist die Möglichkeit der Anpassung der Outlook Web Access Oberfläche, so dass nur ausgewählte Features in OWA angezeigt werden. Dazu kann über den Abschnitt „Anpassung – Featureunterstützung für den gesamten Server“ definiert werden, welche Komponenten in OWA zur Verfügung gestellt werden sollen (Bild 3).
Damit lässt sich z.B. der Zugriff auf Öffentliche Order über OWA komplett unterbinden, eine nicht zu unterschätzendes Feature in Punkto Sicherheit. Alle eingestellten Optionen stehen sofort beim nächsten Zugriff per OWA zur Verfügung.
Alles in Allem steht dem Exchange Administrator mit OWAADMIN ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung, um das Web-Front-End seiner Exchange Organisation nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.
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