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Archiv der Kategorie Tipps & Tricks 2010

IIS auf Exchange Servern neu installieren

Aus welchen Gründen auch immer, ist es zuweilen notwendig den Internet Information Server (IIS) neu zu installieren. Auf einem System mit installiertem Exchange Server ist das wahrlich kein einfaches Re-install, denn Exchange setzt direkt auf dem IIS auf und muss somit auch neu installiert, oder zumindest neu konfiguriert werden. In diesem Workshop spielen wir für die aktuell meist verwendeten Exchange Versionen 2003 und 2007 durch, wie in diesem Fall vorzugehen ist. In den u.a. Quellangaben finden Sie die zugehörigen Quellen, in denen dies noch ausführlicher beschrieben ist.Natürlich sollte vor allen Arbeiten eine vollständige Sicherung gemacht werden, bevor Hand angelegt wird. Hier in Stichpunkten die Vorgehensweise:

Reinstall IIS auf Exchange 2003 Server(Quelle: http://support.microsoft.com/kb/320202)

  • Alle Postfachspeicher- und Öffentlichen Informationsspeicher-Datenbanken dismounten
  • Alle Exchange Services stoppen
  • Die MDBDATA-Verzeichnisse für alle Datenbanken umbenennen als Sicherung der aktuellen Datenbanken. Damit stehen im ungünstigsten Fall auf jeden Fall sauber geschlossene (clean shutdown) Datenbanken für einen Disaster Recovery zur Verfügung
  • Über Systemsteuerung – Software – Windows-Komponenten den IIS komplett entfernen
  • Den IIS mit allen notwendigen Teilkomponenten wie NNTP, SMTP, ASP neu installieren
  • Den aktuellen Windows Server 2003 Servicepack sowie Hotfixes und Updates einspielen. (z.B. über WSUS fehlende Packs nachinstallieren lassen)
  • Exchange Server neu installieren (Reinstall-Option)
  • Exchange Servicepacks und Hotfixes wieder einspielen
  • MDBDATA wieder umbenennen und somit Originaldatenbanken am Originalort wieder herstellen

Reinstall IIS auf Exchange 2003 Server Cluster
Bei einem Exchange 2003 Cluster verhält es sich naturgemäß ein wenig anders. Hier macht es in meinen Augen absolut Sinn, den “beschädigten” Cluster-Node komplett aus dem Cluster zu nehmen und vollständig neu hochzuziehen. Ich persönlich würde diese Vorgehensweise einer “Reparatur-Installation” immer vorziehen.

Reinstall IIS auf Exchange 2007(Quelle: http://support.microsoft.com/kb/320202)

  • Datenbanken dismounten und Datenbankverzeichnisse umbenennen
  • Exchange Dienste stoppen
  • Den IIS komplett entfernen
  • Den IIS mit allen notwendigen Komponenten neu installieren
  • Servicepacks und Updates einspielen
  • Sofern der Exchange Server die Client Access Rolle hält, muss diese nun über das Exchange Server Setup entfernt und wieder neu installiert werden.

Dies kann auch über die Kommandozeile mit “exsetup.exe /mode:uninstall /roles:ca” und “exsetup.exe /mode:install /roles:ca” erfolgen.Handelt es sich beim betroffenen Server gleichtzeitig um einen Server mit der Postfach-Rolle, müssen abschließend die Virtuellen Verzeichnisse im IIS neu angelegt werden um die Verbindung zwischen Client Access und den Postfächern wieder herzustellen.Hierzu sind in der Verwaltungsshell die entsprechenden Kommandos nacheinander auszuführen:

  • get-owavirtualdirectory -server Servername -DomainController DC-Name | ? {$_.OwaVersion -eq “Exchange2003or2000″} | remove-owavirtualdirectory -DomainController DC-Name
  • new-OwaVirtualDirectory -OwaVersion “Exchange2003or2000″ -VirtualDirectoryType “Mailboxes” -DomainController DC-Name
  • new-OwaVirtualDirectory -OwaVersion “Exchange2003or2000″ -VirtualDirectoryType “Exadmin” -DomainController DC-Name
  • new-OwaVirtualDirectory -OwaVersion “Exchange2003or2000″ -VirtualDirectoryType “PublicFolders” -DomainController DC-Name
  • new-OwaVirtualDirectory -OwaVersion “Exchange2003or2000″ -VirtualDirectoryType “exchweb” -DomainController DC-Name

Hinweise

Ersetzen Sie Servername durch den Namen des Exchange 2007-Servers, sowie DC-Name durch den Namen des Domänencontrollers.

Reinstall IIS auf Exchange 2010.Für einen eventuellen Reinstall des IIS auf Exchange 2010 habe ich noch keine gültigen Aussagen gefunden bzw. gehört. Ich nehme stark an, dass dies genauso abläuft, wie beim Exchange 2007, kann dies aber offiziell noch nicht bestätigen.In einer Testumgebung hat es so funktioniert.In der Praxis würde ich wohl eher dazu neigen, das gesamte System bei einem IIS-Fehler neu aufzusetzen, zumal ich mit einer DAG (Database Availability Group) die Postfächer vorübergehend auf einen anderen Exchange Server verlagern kann.

Migration zu Exchange 2010

Hab gerade von Bernd Kruczek den Hinweis bekommen, dass er einen ausführlichen Artikel zum Thema Migration zu Exchange 2010 für die Computerwoche geschrieben hat. Ich hab mir diesen eben angesehen, sieht sehr gut aus –> daher ein “must read” von Dr. Exchange

Computerwocheartikel Migration Exchange Server 2010

SPAMfighter Exchange Module (SEM) im Test

SPAMfighter Exchange Module (SEM) ist ein benutzerfreundliches Anti-Spam-Produkt für Microsoft Exchange Server 2000, 2003, 2007 und 2010 in kleineren und mittelgroßen Unternehmen.

 semscreen1_big.jpg

SEM wird von über 7 Millionen SPAMfightern aus 228 Ländern unterstützt. Wenn genügend SPAMfighter die gleiche Spammail melden, wird diese sofort bei allen SPAMfighter- und SEM-Benutzern aussortiert. Das bedeutet sofortigen Spamschutz ohne Konfiguration oder Wartung. PAMfighter Antispam Modul integriert sich perfekt im Microsoft Exchange Server, erlaubt eine einfache Installation/Verwaltung und benötigt keine extra Clientsoftware. Die Your-Admin hat SEM seit einiger Zeit mit sehr zufriedenstellendem Ergebnis im Einsatz.Der Hersteller stellt uns für unsere Blog-User noch folgende kostenfreie Lizenzen zur Verfügung. Die nächsten beiden Kontakte erhalten folgende Lizenzen:

  • Der 1. Maileingang:   100 User Lizenz
  • Der 2. Maileingang:       5 User Lizenz

Sollten Sie an einer kostenlosen Lizenz interessiert sein, eine Mail an info(at)your-admin.com genügt. Weitere Information zum SPAMfighter: http://www.spamfighter.com/Lang_DE/Product_SEM.asp

Exchange 2010 kann nicht installiert werden, da auch nach Neustart ein Neustart aussteht

Heute ist es mir passiert, dass ich auf meinem Windows 7 64-Bit-Client die Verwaltungtools von Exchange 2010 installieren wollte. Dabei hat mich folgende Fehlermeldung angeleuchtet.

Restart after Restart required

Klar, irgendwas vergessen und flott einen Reboot durchgeführt und dabei geärgert, dass ich danach wieder alle Fenster öffnen muss :). Setup erneut gestartet und schon kam die Meldung wieder. Nachdem ich mich ein paar Minuten erneut geärgert habe, dachte ich mir: “Woher weiß das Setupprogramm das?” Kann ja nur aus der Registry kommen. Und so war es, folgender Key war dafür verantwortlich - wie auch immer der da hineinkam - man beachte den Pfad nach C:\windows\temp ;)

 HKLM\SYSTEM\CurrenControlSet\Control\Session Manager\PendingFileRenameOperations

Den Key umbenannt und die Prüfung im Setup mit “Wiederholen” neu gestartet und schon sind die Tools installiert. Es gibt da im Übrigen noch einen anderen Key namens “UpdateExeVolatile” unter HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Updates, der dafür verantwortlich sein kann.

Aktuelle Security-Updates für Exchange Server

Microsoft hat im aktuellen Security Bulletin eine Reihe von Sicherheitspatches veröffentlicht:

  • Security Update for Exchange 2000 Server (KB976703)
  • Security Update for Exchange Server 2003 Service Pack 2 (KB976702)
  • Update Rollup 10 for Exchange Server 2007 Service Pack 1 (KB981407)
  • Update Rollup 4 for Exchange Server 2007 Service Pack 2 (KB981383)
  • Update Rollup 3 for Exchange Server 2010 (KB981401)

Postfächer verschieben mit Exchange 2003, 2007 & 2010

Im Zusammenhang mit mailbox-moves stellen sich eine Menge Fragen, insbesondere auch was die Nutzung der entsprechenden Tools der verschiedenen Exchange Versionen für diesen Zweck betrifft. Hier nun eine kleine Zusammenstellung - welche ich aus dem Blog (How Exchange Works) übernommen habe - der Punkte, die dabei zu beachten sind:

Exchange 2003 –> 2010

  • Es muss das cmdlet “move request” aus der Exchange 2010 Shell verwendet werden
  • Exchange 2003 System Manager kann NICHT genutzt werden
  • Der Move findet offline statt, d.h. der User kann nicht arbeiten während des Moves.
  • Kein Move von Exchange 2003 SP1 oder früher möglich, erst ab SP2 aufwärts

Exchange 2007 –> 2010

  • 2010 Console oder cmdlets können verwendet werden
  • “Move-mailbox” cmdlet aus der 2007 Shell kann nicht verwendet werden
  • Der Mailbox move ist online, der User kann also während des Movens arbeiten
  • Kein Move von Exchange 2007 SP1 oder früher möglich

Exchange 2010 –> 2003

  • Es muss das cmdlet “move request” aus der Exchange 2010 Shell verwendet werden.
  • Exchange 2003 System Manager kann NICHT genutzt werden
  • Der Move findet offline statt, d.h. der User kann nicht arbeiten während des Moves.
  • Falls die Mailbox auf 2010 eine Archiv-Mailbox angehängt hat, sollte diese zuvor deaktiviert werden.

Exchange 2010 –> 2007

  • Es muss das cmdlet “move request” aus der Exchange 2010 Shell verwendet werden.
  • “Move-mailbox” cmdlet aus Exchange 2007 shell kann nicht verwendet werden.
  • Der Move findet offline statt, d.h. der User kann nicht arbeiten während des Moves.
  • Kein Move zu Exchange 2007 SP1 oder früher möglich
  • Falls die Mailbox auf 2010 eine Archiv-Mailbox angehängt hat, sollte diese zuvor deaktiviert werden.

Ergo:
Man sollte stets die Tools aus Exchange 2010 verwenden, dann ist man auf der sicheren Seite!

Sicherstellen hoher Verfügbarkeit in Microsoft Exchange Server 2010

Postfachdatenbanken und die darin enthaltenen Daten sind für jede Exchange-Organisation äußerst wichtig. Um die hohe Verfügbarkeit von Postfachdatenbanken zu gewährleisten, bot Exchange 2007 verschiedene Replikations- und Clusterbildungsoptionen, darunter fortlaufende lokale Replikation, Einzelkopiecluster und Postfachclusterserver.

Exchange Server 2010 zeichnet sich durch einen völlig anderen Ansatz zur Erreichung hoher Verfügbarkeit aus, weil hohe Verfügbarkeit bereits in die Kernarchitektur integriert wurde. Daraus ergibt sich eine Komplettlösung, die Dienstverfügbarkeit, Datenverfügbarkeit und automatische Wiederherstellung bietet. Ergebnis ist, dass eine zentrale Hochverfügbarkeitslösung die vielen verschiedenen Lösungen ersetzt, die zuvor verwendet wurden. Diese Lösung heißt Database Availability Group (DAG).

Quelle: Technet-Magazin Hochverfügbarkeit unter Exchange Server 2010

Outlook Erweiterte Suche um Abfrage-Generator erweitert // AND-Verknüpfung bei Suche

Mit Microsoft Outlook können in der Erweiterten Suche mehrere Suchbegriffe eingegeben werden, die jedoch nur mit einem “OR” (logisches ‘ODER’) verknüpft werden. Dies führt oft nicht zum gewünschten Ergebnis, daher wäre eine AND-Verknüpfung  durchaus sinnvoll.

Dies zu realisieren ist über einen Reg-Key möglich:

Hier erstellt man im Pfad HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\[Office-Version]\Outlook
den Schlüssel QueryBuilder.

Nun zeigt die Erweiterte Suche den Reiter Abfrage-Generator. Darin ist nun auch eine AND-verknüpfte Suche möglich.

Erweiterte Suche mit Abfragegenerator für Outlook

Key Facts Exchange Server 2010

Nachdem ich nun ein paar Wochen mit dem Exchange Server in der aktuellen Beta rumgespielt habe, ist es an der Zeit hier mal in Stichpunkten die gravierendsten Änderungen bzw. Neuerungen - die Facts eben - zum Besten zu geben. Was ist neu?

  • Einführung Active Directory Rights Management im Zusammenhang mit E-Mails und Transportregeln
  • Erweiterte Disclaimer-Funktionalität, bei der nun auch Hyperlinks, HTML-Formatierungen, Bilder und AD-Attribute verwendet werden können
  • Neues rollenbasiertes Berechtigungskonzept
  • Es gibt KEINE Speichergruppen mehr!!!
  • Single Copy Cluster und Local Continuous Replication entfallen künftig
  • Einführung von Database Availability Groups, bei der eine Mailbox-Datenbanken bis zu 16 Kopien auf verschiedenen Servern haben kann. (Failover)
  • Entkoppelung von Postfachspeichern und Exchange Servern
  • Weiterer Ausbau von Outlook Web Access mit
    – Nachrichtenfilter
    – Nachrichten anhängen
    – Integration Office Communicator
    – Senden und Empfangen von SMS
  • Neues Web-Management-Interface für Exchange 2010

Weitere Erfahrungsberichte werden (hoffentlich) folgen …